Am 12. März 2026 trafen sich die Vertreterinnen und Vertreter der sechs labmed Sektionen zur ersten Sektionenkonferenz des Jahres beim VPOD in Zürich. Die Konferenz bot Gelegenheit zum Austausch über aktuelle Projekte des Berufsverbands sowie über Aktivitäten in den Sektionen. Neben berufspolitischen Themen diskutierten die Sektionsvertreterinnen vor allem Entwicklungen der Aus- und Weiterbildung.
Professional Bachelor: Umsetzung noch in Vorbereitung
Aktuell beschäftigt die Vertreterinnen und Vertreter der Sektionen die Frage, wie man den Professional Bachelor beantragen kann. Die Umsetzung der Gesetzesänderung wird derzeit vom Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation (SBFI) vorbereitet. Vorschläge werden bis Ende Sommer erwartet, danach folgt eine Vernehmlassungsphase. Erst anschliessend wird klar sein, wie BMA HF den Titel beantragen können.
Masterabschluss aus dem Ausland ersetzt HFP nicht
Im Zusammenhang mit Ausbildungswegen wurde auch ein häufiges Missverständnis thematisiert: Ein im Ausland erworbener Masterabschluss ersetzt nicht die Höhere Fachprüfung (HFP) «Expertin oder Experte in Biomedizinischer Analytik und Labormanagement». Für die Leitung eines Labors Typ B bleibt der Abschluss der HFP weiterhin Voraussetzung. Masterabsolventinnen und Masterabsolventen können jedoch einzelne Module über die Qualitätssicherungskommission anerkennen lassen, sofern sie nachweisen können, dass entsprechende Inhalte im Studium behandelt wurden.
Anerkennung ausländischer Diplome
Ein weiteres Thema betraf die Anerkennung ausländischer Diplome durch das Schweizerische Rote Kreuz (SRK). Aktuell erstrecken sich die Anerkennungsverfahren über einen Zeitraum von mindestens fünf Monaten. Betroffene berichten zudem von erheblichen Wartezeiten, fehlenden Ansprechstellen und teilweise schwer nachvollziehbaren Entscheidungsprozessen.
labmed steht gemeinsam mit anderen Berufsverbänden im Austausch mit dem SRK, um Verbesserungen zu erreichen und mehr Transparenz im Verfahren zu schaffen. Für Interessierte bietet das SRK auf seiner Website einen kostenlosen Precheck sowie weitere Informationen zum Anerkennungsprozess an.
Berufspolitik im Fokus
Die neu aufgebaute Kommission Berufspolitik entwickelt sich weiter und macht allmählich Fortschritte in ihrer Arbeit. Nach einer Retraite im Januar wurden die Ziele für das Jahr 2026 festgelegt und die nächsten Arbeitspakete definiert.
Im Herbst ist eine Umfrage geplant, die mehr Transparenz über Einsatzgebiete, Kompetenzprofile und Arbeitsorte der BMA schaffen soll. Ziel ist es, die Bedürfnisse der Fachpersonen besser zu verstehen und damit eine fundierte Grundlage für die berufspolitische Arbeit des Verbands zu schaffen. Gleichzeitig verfolgt die Kommission weiterhin ein aktives politisches Monitoring.
Nationaler Zukunftstag: Labore gesucht
Auch der Nationale Zukunftstag vom 12. November 2026 war Thema der Konferenz. labmed ruft Labore dazu auf, sich an diesem Tag zu beteiligen und Schülerinnen und Schülern Einblicke in den Berufsalltag zu ermöglichen.
Die Teilnahme ist unkompliziert: Interessierte Labore können sich über die Website des Nationalen Zukunftstags anmelden und dort ein eigenes Programm für Schülerinnen und Schüler anbieten. Solche Einblicke sind eine wichtige Gelegenheit, jungen Menschen den Beruf der Biomedizinischen Analytikerin und des Biomedizinischen Analytikers näherzubringen und den Nachwuchs für die Labordiagnostik zu begeistern.
BMA Tage 2026 in Luzern
Die Vorbereitungen für die BMA Tage 2026 laufen ebenfalls auf Hochtouren. Die Veranstaltung findet in Luzern statt, das Programm sowie die Anmeldung sind bereits online verfügbar. Viele Partner – darunter auch langjährige Wegbegleiter – werden erneut dabei sein und uns unterstützen.
Der Freitag steht im Zeichen der Delegiertenversammlung sowie der Höheren Fachprüfung. Abgerundet wird der Tag durch ein Krimi Dinner am Gesellschaftsabend. Am Samstag erwartet die Teilnehmenden ein abwechslungsreiches Fachprogramm unter dem Motto «Tatort Wissen – das Labor als Ermittler».
Neue Social-Media-Kanäle stärken die Kommunikation
Ein weiterer Schritt in Richtung Professionalisierung der Verbandskommunikation sind neben dem neuen LABMAG die neuen Social-Media-Profile von labmed auf LinkedIn und Facebook, die die Instagram Seite von labmed ergänzen. Mit diesen Kanälen möchte der Verband seine Inhalte künftig gezielter verbreiten, den Austausch mit der Community stärken und aktuelle Informationen schneller zugänglich machen. labmed lädt alle Mitglieder und Interessierten ein, den neuen Kanälen zu folgen und die Inhalte in ihren Netzwerken zu teilen.
Die Sektionenkonferenz zeigte einmal mehr, wie wichtig der Austausch zwischen den Sektionen und den verschiedenen Gremien von labmed ist. Gemeinsam wird daran gearbeitet, den Beruf der Biomedizinischen Analytikerinnen und Analytiker sichtbar zu machen und seine Zukunft aktiv mitzugestalten.