Nationaler Zukunftstag – ein Tag als Biomedizinischer Analytiker

12. Februar 2026

Vier Jungen nehmen am Nationalen Zukunftstag teil und posieren in weißen Laborkitteln in einem modernen medizinischen Labor. Sie stehen vor großen, automatisierten Analysegeräten.
Die biomedizinische Analytik ist traditionsgemäss ein Frauenberuf. Um dieses Klischee aufzubrechen, luden Labore gezielt Jungen ein, um einen Blick hinter ihre Kulissen zu werfen. (Fotos: Universitätsspital Zürich)
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Der Nationale Zukunftstag bietet Kindern die Möglichkeit, neue Berufswelten zu entdecken. Dabei sollen sie ermutigt werden, sich unabhängig von Geschlechterklischees mit verschiedenen Berufen auseinanderzusetzen. Unter dem Titel «Ein Tag als Biomedizinischer Analytiker» fand am 13. November 2025 ein Angebot statt, das sich gezielt an Jungen richtete. Das Interesse war gross, die Plätze waren innerhalb kurzer Zeit vollständig ausgebucht.

Erste Schritte in die Welt der Labordiagnostik

Am Universitätsspital Zürich startete der Tag mit dem Anziehen weisser Laborkittel. Das sorgte sofort für echte Laborstimmung. Beim anschliessenden Rundgang durch das Spital wurde schnell klar: Hier arbeiten viele verschiedene Fachpersonen eng zusammen, damit Patientinnen und Patienten gut versorgt werden.

Bei der Berufsvorstellung erfuhren die Buben, was Biomedizinische Analytikerinnen und Analytiker im Labor untersuchen und warum ihre Arbeit so wichtig ist. Die Neugier war gross. So wurde beispielsweise gefragt, ob Urin immer gelb sein muss oder ob man im Blut sehen kann, was jemand zum Frühstück gegessen hat. Die Fragen sorgten für Schmunzeln und zeigten das grosse Interesse.

Am Nationalen Zukunftstag entdecken Schüler die Welt der Biomedizinischen Analytik – vom Bau einer DNA-Struktur bis zu ersten praktischen Arbeiten an der Laborbank.

Von DNA bis Blutzelle: Praxis zum Anfassen

In kleinen Gruppen ging es weiter in die Labore. In der Transplantationsimmunologie bauten die Schüler aus Süssigkeiten eine DNA-Struktur. Auf spielerische Weise wurde ihnen erklärt, warum genetische Merkmale bei Transplantationen wichtig sind. Leuchtende Antigen-Antikörper-Reaktionen unter dem Mikroskop sorgten für grosse Augen.

In der Klinischen Chemie beeindruckten die grossen Analysegeräte. Probenröhrchen flitzten automatisch durch das Labor. Das Highlight war jedoch die Rohrpost: Eifrig schickten die Schüler kleine Nachrichten in den Notfall oder auf die Intensivstation und erhielten oft lustige Antworten wie «Viel Spass am Zukunftstag» oder «Keine Angst, wir piksen heute niemanden».

Auch die Hämatologie begeisterte. Beim Erkennen der Blutzellen unter dem Mikroskop war Konzentration gefragt, doch der Stolz danach war gross.

Fazit und Ausblick

Der Zukunftstag zeigte eindrücklich: Lernen kann Spass machen. Der Beruf der Biomedizinischen Analytik wurde greifbar und weckte Neugier und Entdeckergeist. Damit auch künftig möglichst viele Kinder solche Einblicke erhalten, laden wir Betriebe ein, sich aktiv am nächsten Nationalen Zukunftstag am 12. November 2026 zu beteiligen und den Nachwuchs für dieses vielseitige Berufsfeld zu begeistern.

Kathrin Bauer

Kathrin Bauer

BMA HF, Mitglied labmed-Zentralvortand, Verantwortliche für das Ressort Bildung

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