Die vom Bund lancierte «Agenda Grundversorgung» soll die medizinische Versorgung in der Schweiz langfristig sichern und weiterentwickeln. Ziel ist es, Versorgungsmodelle zu stärken, Fachkräfte gezielt einzubinden und den wachsenden Herausforderungen im Gesundheitswesen zu begegnen.
Im Rahmen dieser Agenda hat labmed fristgerecht eine Stellungnahme eingereicht. Anlass dazu gab die unzureichende Berücksichtigung relevanter Berufsfelder im zugrunde liegenden Bericht. Insbesondere die Biomedizinische Analytik wurde weder in die Erarbeitung des Berichts einbezogen noch inhaltlich berücksichtigt, obwohl sie eine zentrale Rolle in der Diagnostik und damit in der Grundversorgung einnimmt.
labmed hat in seiner Stellungnahme deutlich gemacht, dass eine nachhaltige und qualitativ hochwertige Grundversorgung nur unter Einbezug aller relevanten Akteure gewährleistet werden kann. Gleichzeitig hat sich der Verband aktiv als Fachexpertin für Weiterbildungsthemen im Laborbereich angeboten und gefordert, im weiteren Prozess systematisch einbezogen zu werden.
In der Antwort des Bundesamts für Gesundheit (BAG) wird die Bedeutung der Biomedizinischen Analytik und Labordiagnostik für die Grundversorgung ausdrücklich anerkannt. Gleichzeitig weist das BAG jedoch darauf hin, dass die im Fachbericht verwendete Definition der «medizinischen Grundversorgung» bewusst breit gefasst ist und eine Vielzahl von Berufen umfasst. Eine Fokussierung der Agenda Grundversorgung auf bestimmte Berufe sei jedoch nötig, um die zahlreichen Massnahmen in nützlicher Frist und mit den verfügbaren Ressourcen anzugehen.
Für labmed bleibt jedoch klar, dass die Sicherheit und Einbindung der Biomedizinischen Analytik im weiteren Verlauf gestärkt werden muss, um die Qualität und Zukunftsfähigkeit der Grundversorgung umfassend sicherzustellen. Den weiteren Verlauf der Agenda Grundversorgung wird der Berufsverband weiterhin aufmerksam verfolgen und bei Bedarf eine ergänzende Stellungnahme prüfen.