Delegiertenversammlung EPBS 2025

12. Februar 2026

Karin Volken, Pero Knezevic und Nina Sartori (v. l. n. r.) bei der Delegiertenversammlung der EPBS. Sie sitzen an einem Tisch mit einem „Switzerland“-Schild und einer Schweizer Flagge. Alle drei tragen weisse EPBS-Lanyards und lächeln in die Kamera, während Pero Knezevic im Hintergrund den Daumen hochhält.
Karin Volken, Pero Knezevic und Nina Sartori (v. l. n. r.) nahmen an der Delegiertenversammlung der European Association of Biomedical Scientists (EPBS) teil.
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Die Delegiertenversammlung der EPBS (European Association of Biomedical Scientists) fand am 7. und 8. November 2025 in Wien (Österreich) statt. Die zwei Tage waren geprägt von fachlichem Austausch und Diskussionen zu Weiterbildung, Vernetzung und politischer Sichtbarkeit.

Einstufung als Gesundheitsberuf

Die EPBS arbeitet seit Langem aktiv mit der Europäischen Kommission im Bereich European Skills, Competences, Qualifications and Occupations (ESCO) zusammen. Wie im letzten Bericht erwähnt, konnte mit der Einstufung der biomedizinischen Analytik als Gesundheitsberuf durch ESCO eine Verbesserung erreicht werden. Aktuell wird gemeinsam mit der International Federation of Biomedical Laboratory Science (IFBLS) an der internationalen Kategorisierung (ISCO) gearbeitet. Diese ist auch für die Schweiz von grosser Bedeutung, da sich unsere interne Einstufung auf diese bezieht.

Neuigkeiten, Weiterentwicklungen und Ziele

Die EPBS treibt aktuell mehrere zentrale Weiterentwicklungen voran. So soll die BLS Academy ausgebaut werden, um englischsprachige Online-Fortbildungen anzubieten. Die Umsetzung wird derzeit gemeinsam mit verschiedenen europäischen Verbänden geprüft.

Parallel dazu arbeitet die EPBS an der Gewinnung neuer Mitgliedsländer. Dank eines Memorandum of Understanding (MoU) sollen Kooperationen mit anderen Gesundheitsorganisationen aufgebaut werden, die ähnliche Zielsetzungen verfolgen.

Auch die politische Sichtbarkeit steht im Fokus: Für 2026 ist geplant, dass eine EPBS-Delegation am 15. April im EU-Parlament präsent ist. Anlass ist der International Biomedical Laboratory Science Day.

Die EPBS bietet zudem eine Patronage an, welche die Sichtbarkeit in beide Richtungen erhöhen soll. Für die BMA Tage wurde ein entsprechender Antrag eingereicht.

Finanzielle Neuaufstellung und Beitragserhöhung

Die EPBS hat ihre Finanzstrukturen neu ausgerichtet. Nach der Wahl einer neuen verantwortlichen Person in den Vorstand wurden die Finanzen überprüft und neue Finanzierungsoptionen evaluiert. Darauf aufbauend wurde eine schrittweise Erhöhung der Mitgliederbeiträge beschlossen: Für die Jahre 2025–2026 beträgt der Beitrag 0.85 Euro pro Verbandsmitglied und wird schrittweise bis 2029–2030 auf 1.05 Euro erhöht. Kontinuität besteht zudem in der Revision: Karin Volken wird diese Funktion auch im kommenden Jahr weiterführen.

Ein Blick über den Tellerrand

Während der Delegiertenversammlung stellten die Mitgliedsländer Projekte aus ihren Verbänden vor. Besonders beachtet wurden Beiträge aus Norwegen und dem Vereinigten Königreich.

In Norwegen wurde eine Kampagne zur Erhöhung der Berufssichtbarkeit vorgestellt, bei der an politischen Anlässen Kondome mit dem Hinweis verteilt wurden, dass bei korrekter Anwendung keine BMA benötigt werden. Die Aktion verbindet Berufsmarketing mit der Prävention von sexuell übertragbaren Infektionen, die in Norwegen zunehmend zum Problem werden.

Das Vereinigte Königreich präsentierte ein mobiles Schullabor, das an Schulen und Veranstaltungen eingesetzt wird. Ergänzend dazu erhalten Kinder mit langen Spitalaufenthalten Einblicke in die Laborarbeit. Sie erfahren so, was mit ihrem Blut passiert. Eine ehemalige Teilnehmerin dieses Angebots schloss in diesem Jahr erfolgreich ihre Ausbildung ab.

Die nächste EPBS-Delegiertenversammlung findet in diesem Jahr in Lissabon statt.

Teilnahme am EPBS-Forum 2025 – ein Erfahrungsbericht von Pero Knezevic

Ich hörte vom EPBS-Forum während einer Delegiertenversammlung in Luzern 2024. Damals durften die anderen nach Malta reisen, und diesmal hatte ich das Glück, nach Wien zu fahren. Ich war sofort begeistert, als ich die Bestätigung erhielt.

Im EPBS-Forum 2025 war das Thema Social Media an der Reihe. Ich fand es spannend, weil ich mich schon im Vorfeld intensiv mit dem Thema beschäftigt hatte. Mit peroxid.ch versuchte ich auf Instagram, TikTok und LinkedIn der Welt der Biomedizinischen Analytiker mehr Aufmerksamkeit zu schenken. Für mich ist es wichtig, dass die Welt der BMA greifbarer wird.

Beim EPBS-Forum konnte ich meine Ideen teilen, musste aber einsehen, dass die anderen das für ein wenig verrückt hielten. So etwas macht normalerweise niemand, und was ist, wenn man einen Fehler macht? Ich glaube, es nicht zu probieren, ist ein viel grösserer Fehler.

Das Forum war für mich eine grossartige Erfahrung. Besonders beeindruckend waren die super Organisation und die Möglichkeit, Wien zu entdecken. Ich danke Nina und Karin herzlich für ihre Unterstützung. Ausserdem danke ich dem Berufsverband labmed, dass er dies ermöglicht hat.

Nina Sartori

BMA HF, Vorstandsmitglied der labmed Sektion Tessin, Mitglied der PR-Kommission und der «Commission for International Affairs»

Pero Knezevic

Pero Knezevic

BMA HF, auf peroxid.ch und Instagram erklärt er die Labormedizin so, dass es Spass macht

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