Das Bundesamt für Gesundheit hat entschieden, die Tarife für verschiedene Laborleistungen per 1. Juli 2026 zu senken. Neben der Kürzung der Auftragstaxe werden auch die Tarife der zehn umsatzstärksten Laboranalysen um 10 Prozent reduziert.
labmed begrüsst grundsätzlich Bestrebungen zur Kostendämpfung im Gesundheitswesen, beurteilt die beschlossenen Eingriffe jedoch kritisch. Der Verband weist darauf hin, dass mit transAL-2 bereits eine umfassende Revision der Analysenliste läuft und vorgezogene Tarifkürzungen die Kohärenz dieses Prozesses gefährden können.
Zudem warnt labmed vor den Auswirkungen auf ambulante Laboratorien und die wohnortnahe Diagnostik. Der Verband fordert, Tarifanpassungen konsequent in die laufende Revision einzubetten und die betroffenen Berufsverbände stärker in die Entscheidungsprozesse einzubeziehen.